Was ist die Tafel?

  1. die Tafel sammelt Lebensmittel, noch verwertbare Lebensmittel und gibt diese unentgeltlich an die Hilfsbedürftigen Mitbürger ab.
  2. die Arbeit der Tafel ist ehrenamtlich.
  3. die Tafel hilft den wirklich betroffenen Menschen, die in Armut und sozialer Not leben.
  4. die die Arbeit der Tafel wird ausschließlich  durch private Spenden und  Sponsoren ermöglicht, die mit Lebensmitteln, Geld und Sachspenden die Arbeit hilfreich unterstützen.
    Die Tafelarbeit erhält keine öfftentlichen oder staatlichen Gelder für die Durchführung der so wichtigen Arbeit.

Wie ist die Tafel in Oberberg entstanden?

Eine ökumenische Gruppe hatte sich unter dem Namen MISN – Menschen in sozialer Not – zusammen gefunden um Obdachlosen und Bedürftigen zu helfen.
Der von einem großzügigen Spender im Jahr 2000 gestiftete Container – komplett eingerichtet mit einer kleinen Küche, Sanitärraum und einem Aufenthaltsraum – wurde auf dem Gelände der ev. Kirchengemeinde Gummersbach aufgestellt.
Zur Inbetriebnahme kam es nicht, da Eltern der Kindergartenkinder und Nachbarn aktiv wurden und eine entsprechende Genehmigung verhinderten, weil sie Angst hatten, dass von den Besuchern – Obdachlose, Suchtabhängige – Gefahr für die Kinder ausgehen könnte. Da die katholische Kirche an der Singerbrinkstraße über ein Grundstück verfügte, versuchte Frau Dr. Herzog die Zustimmung der Nachbarn zu erhalten – leider ohne Erfolg. Es wurde kein Standort gefunden und der Container wurde wieder abtransportiert und hat in Waldbröl eine sinnvolle Nutzung gefunden.

Die Querelen um den Container und das beschämende Ergebnis waren auslösender Faktor dafür, dass Herr Michael Metgenberg sich in die Aktivitäten einbrachte. Er setzte sich mit Frau Dr. Herzog in Verbindung und lernte viel über die Geschichte der Suppenküche, die nach dem Abtransport des Containers in aller Stille in den Räumen der ev. Kirche in Gummersbach betrieben wurde, erfreute sich über den großen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer/innen und nahm zur Kenntnis, dass sich die Szene um die so genannten „bunten Vögel“ seit Einrichtung der Suppenküche merkbar beruhigt hatte und in der Fußgängerzone nicht mehr so aggressiv gebettelt wurde, denn „mit vollem Magen macht man keine Revolution“.

Im Jahr 2000 ging die Gruppe MISN in die „Oberbergische Tafel e. V.“ über. Die Gründung dieses gemeinnützigen Vereins war sinnvoll und notwendig, um dringend benötigte Spenden einzusammeln und hierüber Spendenquittungen auszustellen.

Die in den Räumen der ev. Kirche eingerichtete Suppenküche konnte dort auf Dauer nicht bleiben, da die Räume für andere gemeindliche Zwecke gedacht waren und dringend benötigt wurden.
Die Oberbergische Tafel hat dann im Jahre 2000 in Gummersbach, Karlstr. 12, eine Immobilie erworben, in der Räume für die Tafelarbeit für den Oberbergischen Kreis und auch die Suppenküche für Gummersbach untergebracht sind.
Die Suppenküche wurde im November 2001 eröffnet.  In der Suppenküche der Gummersbacher Tafel in der Karlstrasse werden pro Jahr etwa  ca. 7 – 8.000 Essen an hilfsbedürftige Besucher ausgegeben. Ein weiterer Schwerpunkt der Tafelarbeit ist die Ausgabe von frischen Lebensmittel (Obst, Gemüse, Milch- und Molkereiprodukte) , dadurch werden ca. 100 – 120 Bedarfsgemeinschaften oder Haushalte, wöchentlich mit frischen Lebensmitteln versorgt, so dass die Tafel jährlich etwa 11.000 Lebensmittelpakete ausgibt.
Hierzu war es notwendig, das Haus zu erweitern. Im Jahr 2006 wurde ein Anbau errichtet.